-playing in a Winter Wonderland-
Nach einer langen Pause und dem heftigen Wintereinbruch der letzten Tage gingen eigentlich alle davon aus, dass unser Spiel in Döbling, wie alle anderen in Wien,
abgesagt werden würde.
Warum auch immer, wollte die Vienna dieses Spiel aber unbedingt durchboxen, sodass wir uns auf eine abenteuerliche Anreise gefasst machten. Diese verlief jedoch überraschenderweise ohne größere Probleme, einzig der Gästeparkplatz inkl. Gästeeingang war nicht geräumt, weswegen ein kleiner Spaziergang durch Döbling gemacht werden musste. Vor der Hohen Warte standen wir dann abermals vor verschlossenen Toren, denn die einzige Kassa für ALLE Zuseher öffnete erst eine Stunde vor Spielbeginn. Also hieß es, geduldig anstellen und sich die Liftkarte, oh sorry, Eintrittskarte, zu lösen.
Im Stadion angekommen, war die Schneesituation im Gästesektor annehmbar, perfekt für Nordische Kombination, wenn auch sehr eisig.
Verwunderlich war, dass weder eine Toilette, noch eine Kantine für uns geöffnet waren. Aber hey, wer möchte schon was Warmes trinken bei Temperaturen um den Gefrierpunkt? Selbst das minderwertige Dixiklo, das normalerweise dort für Gästefans steht, war verschwunden. Nach einigen Telefonaten wurde zumindest ein kleiner Verkaufsstand eingerichtet. Trotz der Bemühungen seitens des Heimvereins muss man der Vienna da ein klares "Nicht genügend" ausstellen.
Gästefans waren vorschriftsmäßig gemeldet, wenn man dann so ein Spiel auf Teufel komm raus durchbringen möchte, sollte man zumindest die Leute auch versorgen können.
Das Spiel, das durch eine schöne Choreo der Vienna Supporters eingeleitet wurde, begann dann sehr verhalten mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft, die auch mit dem Pausenpfiff in Führung ging. Unsere Wölfe fanden wenige Offensivmomente vor, doch mit den Wechseln in Hälfte zwei kam etwas mehr Schwung ins Spiel.
Valentin Ferstl besorgte per Traumtor den Ausgleich. 10 Minuten vor Schluss entschied dann das komplett jenseitige Schiedsrichtergespann auf Elfmeter für die Vienna, einerseits gab es sehr wenig Kontakt, andererseits stand der "Gefoulte" davor im Abseits. Doppelt bitter, denn bereits vor der Pause wurde unseren Wölfen ein klarer Strafstoß verwehrt. Der Auftritt unserer Jungs hätte sich wohl keine 3 Punkte verdient, eine Niederlage aber ebenso wenig.
Auch unser Auftritt hätte sich nicht mehr verdient, war das zu Beginn und während der ersten Halbzeit noch ganz ordentlich, flaute es danach ab. Man könnte sagen,
die Wölfe haben kollektiv kalte Füße bekommen. Das muss und wird sich in den nächsten Wochen bessern.
Kommenden Freitag geht es im nächsten Spitzenspiel gegen den Tabellennachbarn aus Amstetten. Danach wird man eine Tendenz erkennen, wo die Reise für unsere Wölfe
noch hingehen soll.
Erfreulich war allerdings, dass Bernd Gschweidl nach langer, harter Verletzungpause wieder auflaufen konnte. Welcome back, Bernd!
FORZA SKN
FORZA WB04